Meine Keramik-Galerie

Ausstellung Heimatmuseum Dietzenbach 2004

Hier zeige ich euch nun einige meiner "Werke". Ich werde versuchen, einige Erklärungen und Beschreibungen hinzuzufügen. Grundsätzlich stehen auch alle Werke zum Verkauf. Da es sich aber um reine Handarbeiten handelt, bewegt sich der Verkaufspreis je nach Größe und Aufwand für das Gefäß zwischen 50 und 300 Euro! Für ein aufwändigeres Gefäß benötige ich schon mal mehrere Wochen. Bei Rückfragen bitte eine email an mich schicken. Die mit einem * gekennzeichneten Stücke befinden sich nicht mehr in meinem Besitz oder sind unverkäuflich.

Meine derzeitige "Bärenparade". Ich liebe es stilisierte indianische Bären herzustellen. Die kleinen Bärchen sind nette Mitbringsel und schnell aus Tonresten herzustellen. Daher habe ich auch ständig andere Bären im "Angebot"...

Meine "Melonbowls". Jeder einzelne ist ein Unikat, ich bekomme keine ein zweites Mal so hin. :-) Bis auf ein Gefäß sind alle Melonbowls nur poliert, also vollkommen natürlich. Eine Melonbowl habe ich jedoch aufgrund der Tonart hochgebrannt und nachher "lackiert", da bei einem höheren Brand der polierte Glanz verschwindet. Aber welche das ist, wird nicht verraten... ;-)

Drei Dosen habe ich bisher produziert. Die "Bären"-Dose oben habe ich mit einem inneren Rand zur Stabilisierung versehen.

 

 

Der Deckel der Dose "Bärentatze" wird allein durch den Ausschnitt der Tatze gehalten. Die ist eine Eigenkreation von mir...


Diese "Wedding-Jar" habe ich im Jahr 2000 hergestellt. Eine Wedding-Jar ist eine Hochzeitsvase. Warum das so genannt wird, weiß ich nicht genau, daher gehe ich lieber nicht näher darauf ein. ;-) Die Motive stammen u.a. von Acoma-Pueblo. Die Farben nennen sich "Engoben", sind sozusagen feingemahlener farbiger Ton. Diese verbinden sich beim Brennen mit dem Gefäß. Je höher der Brand desto tiefer und haltbarer die Verbindung zwischen Ton und Farbe.

 

Eine Hochzeitsvase aus rotem Ton, unten poliert, oben angerauht und engobiert. Das vorher ausgehobene Dreieick wurde von mir später mit Türkissplittern beklebt.

Eine hochgebrannte Kugelvase mit Federmotiv. Ich habe mit Latex das Muster aufgemalt und mit einem Schwamm schwarze Engobe aufgebracht. Nachdem ich das Latex abgezogen hatte, trug ich noch die grüne Engobe auf. Durch den Hochbrand bei 1100 Grad ist die schwarze Engobe leicht glänzend geworden.

 

 


Eine stilisierte Indianerin aus weißem Ton (hier noch ungebrannt, da wirkt der Ton eher grau). Auf dem nächsten Bild rechts ist sie nocheinmal fertig zu sehen. Des weiteren seht ihr unten die weiße Figur links im modernen Hopi-Stil, die ich im Jahr 1999 gemacht habe und die Figur in der Mitte (auch im modernen Hopi-Stil) ist ca. 2006 entstanden.

Mein drittes "Maismädchen" (Corn Maiden). Nach etwa 10 Jahren hab ich mich wieder mal an eins drangemacht. Diese Figur ist "geboren" im Oktober 2009.

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Und dies sind meine drei "Maismädchen" zusammen. Man kann (oder zumindest ich kann *grins*) die Entwicklung gut erkennen: das erste Maismädchen ist das linke, das zweite Maismädchen steht rechts und das dritte, wie schon oben gesehen, in der Mitte. ;-)

Dieser Topf ist im Jahr 2001 entstanden. Ich habe sogenannten "roten" Ton benutzt, der im Rohzustand eine gelbe Farbe hat und sich erst beim Brennen farblich verändert. Das Motiv wurde (nicht sehr tief) ausgekratzt und stellt eine gefiederte Schlange dar. Das Kreismotiv vorne ist eine symbolische Darstellung der Sonne. Das Gefäß wurde mit 2 Türkisen verziert.


 

 

Ich habe mir ein tolles Buch aus den USA mitgebracht, das nur die neue moderne Kunst der Hopi darstellt. Gerade in den USA gibt es natürlich jede Menge sehr interessante Bücher über die Pueblo-Keramik.

 

Für Interessierte: Das Buch trägt den Titel "Art of the Hopi", ist von Jerry und Lois E. Jacka aus dem Verlag Northland Publishing und hat 1998 rund $ 22 gekostet.

 

Diese Vase aus rotem Ton trägt das stilisierte Motiv des Bären. Es wurde vor dem Brand tief ausgekratzt und nach dem Brand nochmals leicht nachgearbeitet.

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Das nächste Bild zeigt (für mich) eins meiner schönsten Stücke derzeit. Ein weißer Topf mit einem aufgemalten Gittermuster. Das war eine Fleiß- und Zitterarbeit, das kann ich Euch sagen! Aber ich finde, es hat sich gelohnt...

Diese beiden recht kleinen Gefäße sind den Seedbowls (Samenbehälter der sesshaften Indianer) nachempfunden. Sie haben etwa die Größe eines Tennisballs. Das linke Gefäß trägt das Muster einer Eidechse, das rechte ist eine sogenannte Melon-Bowl, weil es Ähnlichkeit mit einer Melone oder einem Kürbis hat.

  • Die kleine Schale auf dem nächsten Foto in der Mitte oben soll Freundschaft symbolisieren.
  • Die Schale rechts ist eines meiner Lieblingsstücke. In den klassischen Farben (rot und schwarz auf weißem Ton) von Acoma gehalten und besonders die Form ist eine sehr typische. Diese Topfform findet man recht häufig bei den Indianern. Dieses Gefäß wurde 1998 hergestellt.
  • Die Schale in der Mitte unten entstand etwa im Jahr 1996. Sie ist ebenfalls im Stil des Acoma Pueblo gehalten und trägt 4 Eidechsen.
  • Auch das Gefäß links aus dem Jahr 1998 ist im Stil von Acoma gehalten. Übrigens war bei den Indianern der Ton meist nicht wirklich weiß, sondern wurde weiß "geschlickert", d.h. es wurde auf den rohen trockenen Topf eine sehr dünnflüssige weiße Tonmasse aufgebracht und sofort poliert.

 

 

 

Dieses gut tennisballgroße Töpfchen gehört zu meinen Lieblingen. Hier ist mir die Bemalung besonders gut gelungen. Das Gefäß ist aus rotem Ton hergestellt im Jahr 1998.

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Ein solcher Fetisch wird normalerweise aus Speckstein oder Edelsteinen hergestellt. Da ich aber nun mal töpfere, habe ich das ganze mit Ton probiert. Ein Fetisch ist eine Art Glücksbringer.

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Ein Clown (auch das gab's bei den Indianern!) aus rotem Ton, links vor dem Brand und rechts nach dem Brand.

 

  
 
Man sieht hier, daß der rote Ton im Rohzustand gelblich ist und durch das Brennen seine Farbe verändert. Anfangs konnte ich mir das gar nicht vorstellen, besonders beim Bemalen, aber das ist eine Gewohnheitssache.

 

Dieses große Wassergefäß ist mit einer Wasserschlange verziert. Sie soll symbolisch für Wasserreichtum stehen. Zu diesem etwa fußballgroßen Gefäß sage ich scherzhalber immer "Sparschwein", weil ich die Öffnung wie einen Schlitz geformt habe. Das hat sich einfach so ergeben, denn das Gefäß sollte eigentlich flacher sein, etwa so wie eine Feldflasche. Aber das klappte nicht. Man muß den Ton halt "laufen lassen"...

 
Dies ist ein sogenannter "Storyteller" (zu dt.: Geschichtenerzähler), ich finde, ein recht schönes Stück.
 
 
 
Die linke Figur zeigt die keramische Nachempfindung eine Kachina, die normalerweise aus Holz geschnitzt werden.

 

Diese beiden "Damen" sind ebenfalls VOR dem Brand fotografiert. Beide haben noch einen farbigen Haarschopf bekommen: die weiße Dame einen schwarzen und die schokobraune Dame einen weißen. Das schöne an diesen Figuren ist, dass man innen ein Teelicht reinstellen kann, so dass die Figuren mystisch beleuchtet sind (auf die Idee bin ich aber erst später gekommen... *ggg*). Meine beiden "Black and White"-Damen sind im Herbst 2006 entstanden.

 

 

Man kann aus Ton natürlich auch Schmuck herstellen. Dieses halb-handteller-große Amulett hat allerdings ein etwas höheres Gewicht, lässt sich aber trotzdem gut tragen. Die Kette ist schon ein paar Jährchen alt. Das Motiv ist der "Donnervogel".

 

Mal was anderes: eine stilisierte Krippe. Krippenfiguren (nativities) sind gar nicht so selten bei den Indianern. Durch den Katholizismus kamen die amerikanischen Ureinwohner auch damit in Berührung.

 

Eine etwas "groß geratene" Seedbowl (links) ;-) Dieses Gefäß hat ungefähr 15cm Durchmesser und ist damit für eine ursprüngliche Seedbowl zu groß, aber mei... mir hat's halt so gefallen. :-) Das rechte Gefäß ist wieder die Kugelvase, die ich weiter oben schon beschrieben habe.
 
 
Die nachfolgende Vase habe ich aus 2 Tonsorten hergestellt: unten roter Ton und oben weißer. Man kann durchaus  verschiedene Tonfarben zusammensetzen. Dabei sollte man nur darauf achten, die gleiche Qualität (Schamotte) beim Ton zu benutzen.
 
    

 

Das rechte Gefäß ist eines meiner Lieblingsstücke. Dieses Töpfchen ist so klein, dass man es mit einer Hand umfassen kann. Eine nette "Fuddelarbeit", aber es ist gut gelungen. Hergestellt wurde es Anfang 2006.

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