Keltische Keramik

Ich habe im Jahr 2001 mal etwas Keltisches versucht. Zwar paßt das nun absolut nicht zum Thema "Indianer", aber ich möchte ja mein Hobby Keramik hier grundsätzlich vorstellen. Da ich nach nunmehr 10 Jahren mein Wissensgebiet auch in andere Richtungen erweitert habe, möchte ich die Ergebnisse hier nun auch zeigen. Ich habe jetzt endlich Fotos von den recht interessanten keltischen Stücken gemacht. Im Februar (22.-24.02-02) war erneut ein Keltenkurs, den ich mitgemacht habe. Die Grundtechnik ist wie bei den Pueblo-Indianern. Die Muster werden dann eingedrückt oder geritzt und nach dem Brennen mit einer Art Beize nachbehandelt ("inkrustieren"), die sich dann in den Ritzen absetzt und so einen reizvollen Kontrast gibt. Nun, schaut es euch einfach mal an...
 
 
Eines meiner ersten keltischen Werke ist eine sogenannte "getreppte" Schale. Sie bildet nach innen Stufen, ist aber außen glatt. Naja, das war schon ein kleiner Akt, bis ich das Ding so stehen hatte und ohne die Hilfe einer Formschale, in der die Stufen schon angedeutet waren, hätte ich das wohl nicht zustanden gebracht. Danke Renate!
 
Überhaupt muß ich mich mal an dieser Stelle bei meiner lieben langjährigen "Lehrmeisterin" Renate Blümel bedanken!!! Ihr unermüdlicher Eifer und ihre Energie, immer alles perfekt zu machen und die vielen Ideen, die sie hat, haben mir sehr viel geholfen! DANKE und BUSSI!!!
 
 
Eine weitere Schale, die mir recht gut gefällt, war das nächste Werk. Um den schmalen Fuß hinzubekommen, muß man wiederum mit einer Formschale arbeiten, sonst "dreht man durch". Das keltische Symbol zeigt zwei ineinander verschlungene Hunde.
 
 
Besonders stolz bin ich darauf, daß unsere Kreisvolkshochschule ein Foto dieser Schale für Werbezwecke (für den Keltenkurs) im Programmheft verwendet hat!
 

verkauft
 
Den Keltenfürst habe ich auf der Seite "Idole" schon beschrieben. Er war für meine Verhältnisse sehr leicht herzustellen.
 
 
Mein jüngstes Werk aus dem Kelten-Kurs ist auch mein bestes Keltenstück!
 
 
Ich habe mich zum ersten Mal an einen solch großen Krug mit Henkel herangetraut und hab mir auch wirklich Zeit gelassen. Das Muster ist zwar nicht besonders gerade, aber ich finde...
 
 
...er sieht phantastisch aus! Was meint ihr? Der Krug wurde von der Kursleiterin in einem Gasbrennofen "reduziert" gebrannt, d.h. ohne Sauerstoffzufuhr. Dadurch wird der Ton dunkelbraun bis schwarz. In diesem Fall hat er eine dunkelaubergine Farbe bekommen, die einen wunderbaren Glanz hat. Und durch das Inkrustieren der Ritzen nach dem Brand wirkt er doch echt toll....
 
 
Ein älteres Gefäß mit Ritzungen, die ich nach dem Brand inkrustiert habe.
 
Es folgen bald noch ein paar andere Stücke...
 
Übrigens, wer sich für die Kelten interessiert, kann hier mal nachschauen: Die Kelten als Händler und Handwerker
 

Die Blütezeit der Kelten war überwiegend in der Eisenzeit (800 v.Chr. bis 50 n.Chr.). Hier kennt man zwei bedeutende Kulturen: zum einen die "Hallstatt-Kultur" in der älteren Eisenzeit (800 - 500 v.Chr.), zum anderen die "Latène-Kultur" in der jüngeren Eisenzeit (500 v.Chr. bis 50 n.Chr.).

Die Hallstatt-Kultur wurde nach ihrem Hauptfundort im Salzkammergut benannt. Die Hallstatt-Keramik wird geprägt durch glattwandige Gefäße in geschwungenen Formen, die mit geometrischen Ornamenten gestempelt und bemalt wurden. (Bilder hierzu folgen noch...).

Die Latène-Kultur wurde nach ihrem Hauptfundort am Neuenburger See in der Schweiz benannt. Die Keramik dieser Zeit hatte ein grundsätzlich anderes Aussehen. Teilweise waren die Gefäße "gedreht" (auf der "Ur-Töpferscheibe"). Die Formen waren eher geradlinig und nicht übermäßig geschwungen. Außerdem waren naturalistischeTiermotive gefragt, z.B. in Form von Kinderrasseln.