Die Pueblos am Rio Grande in New Mexico

Im Staat New Mexico befinden sich die meisten Pueblos (Wohnhäuser aus Adobe/Lehm). Sie reihen sich entlang des Rio Grande, angefangen bei Zuni Pueblo (das etwas abseits liegt) südlich von Gallup bis hinauf nach Taos Pueblo, dem größten und besterhaltenen bewohnten Pueblo, nördlich von Santa Fé. Dies ist übrigens die Hauptstadt von New Mexico.

Das Wort "Pueblo" stammt aus dem Spanischen und heißt schlicht "Dorf".

Bisher habe ich auf meinen USA-Reisen 3 Pueblos besucht: Acoma, Taos und San Ildefonso.

Acoma liegt etwas östlich von der Stadt Gallup und wird auch "Sky City" genannt, denn es liegt auf einem ca. 100 m hohen Felsen. Hier oben pfeift ein toller Wind, da muß man die Mütze festhalten. Die Indianer, die dieses Dorf noch bewohnen, leben von einem Wasserreservoir und Stromaggregaten, denn Wasser- und Stromleitungen gibt's hier oben nicht.

Acoma

Back- und Brennofen aus Lehm

Taos Pueblo liegt nördlich von Santa Fé nahe der gleichnamigen Stadt Taos. Dieses Pueblo ist touristisch sehr erschlossen, sprich: oft überlaufen. Aber es lohnt auf jeden Fall ein Besuch, denn es ist "architektonisch" sehr schön. Taos besteht eigentlich aus 2 Pueblo-Bauten. Das rechte ist bewohnt und nicht zugänglich, daher sieht man auf Bildern auch meist nur das linke Pueblo. Hier sind im unteren Teil kleine Geschäfte, wo Schmuck und Töpfereien, aber auch Specksteinskulpturen sowie frische (!) Backwaren verkauft werden. Das "Fry-Bread" sollte man unbedingt mal probieren!!! Lecker!!!

 

Das linke Pueblo von Taos

Bei der alten Dame Crucita L. Romero haben wir das superleckere "Fry-Bread" gegessen (s. Foto unten)

"Fry-Bread"

San Ildefonso liegt westlich von Santa Fé und ist das Töpfer-Pueblo schlechthin! Hier lebte die in den USA sehr bekannte Töpferin Maria Martinez mit ihrer Familie. Sie hat die Schwarzbrand-Keramik äußerst populär gemacht.

Die Plaza von San Ildefonso

Dieses Pueblo hat eine sehr ruhige Atmosphäre und besitzt auch ein kleines Maria-Martinez-Museum. Die kleinen Lädchen befinden sich in den Privaträumen der Indianer. Wir haben hier sehr herzliche und nette Gespräche geführt. Es war ein eigenartiges Gefühl, die Wohnräume der Indianer zu betreten. Stellt Euch doch mal vor, fremde Leute würden sich in Eurem Wohnzimmer umschauen...

San Ildefonso ist ein flaches Pueblo im Gegensatz zu Taos

Hier gibt es sehr viele einzel stehende Häuser

In allen Pueblos ist Eintritt zu zahlen. Die Eintrittspreise sind manchmal ganz schön happig (ca. $10) und wenn man fotografieren will, braucht man eine Erlaubnis (permission), die natürlich nochmal so viel kostet. Personen sollte man allerdings nie einfach so fotografieren! Bitte die Betreffenden vorher immer um Erlaubnis fragen. Viele möchten dann auch ein Trinkgeld dafür haben.